Normandie

Created with Sketch.

Normandie

Nun haben wir also das Nord-Pas-du-Calais verlassen und sind in der Normandie angekommen. Hier sind die Küsten nicht mehr flach mit Dünen sondern oft hat es hohe Klippen. In dieser Region bestehen diese aus Kreidefelsen und sind oft schneeweiss, der Küstenabschnitt nennt sich Alabasterküste. Sandstrände findet man hier nur noch wenige und eher kleine. Die Gegend ist tragischerweise auch bekannt wegen ihrer Schauplätze im ersten und zweiten Weltkrieg, überall findet man hier Denkmäler.

Unterdessen funkitoniert der Alltag mit unserem neuen Rhythmus ganz gut und wir schlafen alle sehr viel scheint es mir und morgens mindestens bis 8 Uhr. Was auch nicht schlecht ist, wenn man das Brot erst ab 9Uhr bekommt… 😉 Auf dem Camping Les Goélands kam es uns aber so vor, als ob unsere Kinder beide mehr weinen als sonst… Ob sie vielleicht doch ein wenig das „richtige Zuhause“ vermissen? Wie Nele es manchmal ausdrückt, wenn sie wissen will, wann wir zum nächsten Camping gehen oder wann wir denn „richtig nachhause“ gehen und warum wir solange nicht nachhause gehen. Bei Nele sind es jedenfalls manchmal glaube ich schon gemischte Gefühle, einerseits gefällt ihr das Campingleben sehr und das Wichtigste ist immer, was der nächste Camping wohl an Spielplätzen so bietet 🙂 Andererseits vermisst sie das Zuhause und die ihr nahestehenden Menschen wohl schon auch. Jedenfalls freut sie sich immer, wenn wir mal mit jemandem Videotelefonieren können (was bei aktuell ausgebuchten Campings und entsprechend häufig überlastetem W-Lan nicht ganz so einfach ist… )

Auch Lio scheint das Campingleben grundsätzlich zu geniessen, vor allem die Bewegungsfreiheit, die er hier hat. Er entwickelt sich körperlich extrem schnell, will er doch beim Spielen alles was Nele auch kann: Trotti fahren (macht er tatsächlich schon ansatzweise!), Like-a-bike fahren (er läuft einfach damit, da er noch nicht auf den Sattel kommt) oder auf den Spielplätzen beispielsweise über die Hängebrücke gehen… Er fällt dabei immer wieder auf die Nase, aber es scheint ihm egal, er macht gleich weiter und glücklicherweise hat er sich bis jetzt auch noch nicht gross weh getan (blaue Flecken an den Beinen hatte er ja auch schon zuhause eigentlich ständig…). Langsam haben auch wir das Vertrauen in seine Fähigkeiten und kriegen nicht mehr ganz so einen grossen Schrecken, wenn er plötzlich irgendwo mitten auf der Hängebrücke steht, wenn wir kurz nicht aufgepasst hatten oder wenn er im Pool mal kurz untertaucht, weil er aus Übermut das Gleichgewicht verliert. Er selber nimmt es meist auch recht locker 😉

Die „Weinerei“ wurde vorübergehend besser, als wir neue deutsche Nachbarn bekamen mit Kindern im gleichen Alter 🙂 Ob es wirklich damit zusammenhängt wissen wir natürlich auch nicht so genau 😉 Jedenfalls waren unsere beiden jetzt sehr interessiert an den neuen Nachbarn und es war schön, hatten sie wiedermal SpielkollegInnen im gleichen Alter, mit denen sie sich erst noch verständigen konnten. Das hatten wir auf den letzten Campings nicht mehr so gehabt. Wir haben dann auch spontan beschlossen, noch zwei Nächte länger auf dem Camping zu bleiben, was Yvonne noch eine wundervolle Klippenwanderung ermöglichte (siehe separaten Eintrag), uns den Austausch mit unseren Nachbarn, die uns noch wertvolle Tips zum Campen in Süditalien geben konnten und den Kindern noch zwei schöne und warme Strandtage mit unseren Nachbarn. Die ersten Tage auf diesem Camping waren ja recht windig und teilweise auch feucht von oben gewesen, nicht gerade Badewetter. Ausserdem konnten wir so noch den 1. August auf dem Camping „feiern“, sonst hätten wir gerade dann den Camping gewechselt, was meist doch immer noch recht anstrengende Tage sind. Die Autofahrten mit dem langen Sitzen entsprechen Lio überhaupt nicht, wenn er nicht schläft, braucht er viel Zuwendung…

Ansonsten freuten wir uns auf diesem Camping an den praktisch eingerichteten Sanitäranlagen, was auch nicht selbstverständlich ist. Beim Abwaschen holte man sich beim letzten Camping eher einen Rückenschaden und wusste nie wohin mit dem Geschirr… die Anlagen waren auch nicht geschlechtergetrennt, was soweit eigentlich ganz praktisch war, so konnten wir alle zusammen duschen gehen gleich nebeneinander. Aber die offenen Pissoirs direkt am Eingang, waren für Yvonne dann doch sehr gewöhnungsbedürftig…  Ja so hat jeder Camping seine kleinen Vor- und Nachteile und man muss sich immer wieder neu orientieren, duschen mit oder ohne Karte, mit oder ohne Zeitbegrenzung, Temperaturregulierung oft auch eher schwierig, Wasserstrahl dürftig, sprühend oder prasselnd…. :-0, WC’s mit oder ohne WC-Papier etc.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Follow

Get the latest posts delivered to your mailbox: