Le Golfe du Morbihan

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Le Golfe du Morbihan

Unser nächstes Ziel war das kleine Örttchen mit dem wenig französich aber wohlklingenden Namen Larmor-Baden am Golf von Morbihan. Das ebenfalls wenig französisch klingende Morbihan stammt vom Bretonischen „Mor bihan“ was kleines Meer bedeutet (sagt Wikipedia;-)). Dieses Bretonische begegnete uns solange wir in der Bretagne waren immer wieder, viele Wegweiser waren zweisprachig. Die Sprache ist keltischen Ursprungs, scheint aber nur von wenigen Bretonen gesprochen zu werden.

Wir befanden uns hier am Golf von Morbihan also immer noch in der Bretagne, landschaftlich bot sich uns aber eine ganz neue Szenerie. Der Golf von Morbihan war ein kleiner Golf mit zahlreichen kleinen flachen Inseln, viel Wald und Bäumen, kleinen Seen und Sümpfen, ein Vogelparadies. Und ein Paradies für Muschelliebhaber: Muscheln zum selber sammeln bei Ebbe, Austernzuchten und die obligaten Moules-Frites, die es hier überall gibt, seit wir in Frankreich sind. Am ersten Abend war in Larmor-Baden Volksfest angesagt, das Menu: Moules-Frites. Wir staunen immer wieder, wieviel Muscheln hier gegessen werden und folglich auch verfügbar sein müssen… Nebst den „Moules“ – den Miesmuscheln – haben hier auch die Austern lange Tradition, es gibt zahlreiche Austernzuchten und die Austern werden in grossen Mengen an jedem Markt und in vielen Supermärkten angeboten und folglich auch reichlich geschlürft. Wir konnten nicht wiederstehen und haben uns dieses Abenteuer auch einmal gegönnt, die frischen Austern schmeckten sogar Nele 🙂 und sie sind hier übrigens viel billiger.

Der Camping Ker Eden (ebenfalls mystisch wohlklingend) wieder ein übersichtlicher ***Camping direkt am Meer mit Sandstrand. Ein recht gepflegter Camping teilweise unter Pinien mit sehr mordernen Sanitäranlagen. Leider bot er an Spielplatz für unsere Kinder noch weniger als der letzte. Womit wir bei einem weiteren Kriterium wären für die Auswahl der Campings: Infrastruktur für die Kleinsten.

Nebst Babybadewanne, Kinderdusche und Kinder-WC im Sanitär, was ganz praktisch ist, sind altersentsprechende Spielgelegenheiten für die Kinder auch für uns von Vorteil. Und da hatten wir auf dem letzten und diesem Camping eher Pech, beim letzten Mal war der Spielplatz so, dass Nele nur wenig und Lio gar nichts alleine spielen konnte, man musste ihm auf die Rutsche helfen, es hatte nur eine grosse Schaukel, keine Babyschaukel und dann war auch schon fast Schluss. Und da unser kleiner Lio ja einen grossen Bewegungsdrang hat und auch sehr schnell sieht, was die Grossen so machen, will er dann natürlich sofort dasselbe machen…was öfter zu waghalsigen Unternehmungen führt. Je nach Spielplatz muss man dann ständig aufpassen, damit er nicht irgendwo runterfällt. Auf dem Camping Ker Eden hier hatte es nun gar keinen Spielplatz mehr, sondern nur noch ein Trampolin, was ja auch beide sehr gerne haben, aber manchmal auch haarsträubend zum Zusehen ist, wenn sie beide gleichzeitig springen… Ausserdem hatte es oft viele ältere Kinder auf dem Trampolin und dann war eher Zusehen angesagt… Es war also nichts von gemütlich auf den Spielplätzen sondern ständig wachsam sein auf beide Kinder angesagt. Und leider kam dazu, dass dies der einzige Ort auf dem Camping war, wo wir W-Lan hatten…

Dafür gefiel uns die Umgebung auch hier einmal mehr sehr gut und wir konnten sogar einen kleinen Zirkus besuchen, was Nele sich grad gewünscht hatte. Yvonne machte nochmals eine kleine Wanderung (separater Eintrag folgt), wir flanierten auf einem kleinen aber sehr schönen und vielseitigen Markt mit vielen Spezialitäten in Arradon, assen dort die besten Crêpes/Galettes und kauften Austern, einmal spazierten wir ins nahe Städtchen Larmor-Baden und wir genossen das faszinierende Spiel von Ebbe und Flut am Strand – Baden bei Flut – im Sand spielen und Drachen steigen lassen bei Ebbe. Und so waren auch hier die sechs Tage schnell um…

Zugang zur Insel zu Fuss nur bei Ebbe möglich.

 

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