Camargue

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Camargue

Nach einer Nachtetappe über die „Autoroute des Deux Mers“, die den Atlantik mit dem Mittelmeer verbindet, kamen wir morgens um 6.20h auf dem Camping Le Clos du Rhône in Les Saintes-Maries-de-la-Mer an. Die Franzosen scheinen ihre Autobahnen wirklich gern zu haben, viele haben Namen und man wird immer mit Schildern willkommen geheissen am Beginn einer Autobahn.

Andreas und ich waren ziemlich müde, wir hatten nur in Toulouse (das bei mir schöne Pyrenäenerinnerungen hochkommen liess…) eine etwa dreistündige Pause eingelegt und waren ca. 7 Stunden gefahren. Die Kinder waren auch gleich mal wach, sodass wir gegen 7 Uhr gleich neben einer Weide mit Pferden ein kleines Frühstück machten und dann eine Runde zum Strand und um den Camping liefen um die Zeit bis 8.30h zu überbrücken, dann öffnete nämlich die Reception. Der Camping bot freie Platzwahl und die Auswahl eines für uns geeigneten Platzes kostete unter diesen Umständen (alle übermüdet…) viel Anstrengung… Schliesslich schafften wir es aber doch und als wir gegen 10.30h soweit eingerichtet waren, legten wir uns erst alle nochmals schlafen. Wir sind jedenfalls froh, haben wir diese Nachtetappen nicht öfter. Ich hatte irgendwie noch während zwei Tagen „Jetlag“…

Ansonsten aber hat es uns hier sofort sehr gut gefallen und der Camping war sehr gepflegt mit schönen weissen Gebäuden, richtig südländisch. Wir knüpften auch schnell Kontakte, es hatte mehrere deutsche Familien mit kleinen Kindern. Mit einer Familie konnten wir sogar zwei Ausflüge und einen gemeinsamen Strandbesuch geniessen, der Austausch hat gut getan und das Spielen mit der gut zwei Jahre alten Lilly war für Nele sehr bereichernd.

Wir unternahmen hier also wieder etwas mehr, schifften einmal mit „TIKI III“ die kleine Rhone hoch, konnten so die Landschaft der Camargue mit den weiten Weiden und den Tamariskenbäumen, den Pferden und Stieren erleben, einmal machten wir einen Ausflug ins Städtchen, wo noch Markt war und wo wir auf dem Kirchendach kletterten und die Aussicht genossen und zuletzt besuchten wir auch noch den ornithologischen Park, damit wir auch noch die Sümpfe der Camargue mit den Flamingos und verschiedenen Reihern zu Gesicht bekamen (siehe Eintrag). Ansonsten hatten wir aber den Eindruck irgendwo im nirgendwo gelandet zu sein, rundherum nur wilde Natur, zwei kleine Supermärkte zum Einkaufen im Städtchen, wo wir sonst oft grosse „Super-“ oder gar „Hyper-„märkte hatten… Ansonsten war das Städtchen aber sehr touristisch mit vielen Souvenirläden und ist auch ein Wallfahrtsort mit seinen heiligen Marien.

Die Kinder kurierten langsam ihre Erkältung aus, die sie seit längerem mitschleppten und auch Andreas hat’s ein wenig erwischt, so dass er trotz toller Landschaft aufs Joggen verzichtete. Ich genoss wieder einmal einen halben Tag für mich, shoppte ein wenig im Städtchen, badete am Strand und erhaschte dann noch einen Blick in die Arena, in der gerade einer der traditionellen Kuh-/Stierkämpfe im Gang war (offenbar werden den Stieren hier Bänder an die Hörner geknüpft, die der in weiss gekleidete Stierkämpfer dann runterzureissen versucht). Ach ja und den Gewitterregen sollte ich hier auch noch erwähnen, er fiel doch etwas heftiger aus als von unserer App prognostiziert und erwartet und versickerte im trockenen Boden sehr schlecht, sodass unser Zelt kurzfristig direkt am See stand… der halbe Camping stand für 2 Stunden unter Wasser, der Strom war weg, den Kindern hats gefallen, am Mittag flüchteten wir aber ins Restaurant, da es in unserm Vorzelt gerade eher ungemütlich war. Ansonsten blieb aber im Zelt alles trocken. 

Alles in allem auf alle Fälle ein schöner Auftakt am Mittelmeer! Nur in einem Punkt wuden wir enttäuscht: die Badetemperaturen hier waren eher noch kälter als am Atlantik, d.h. eher knapp 20°C… Das hatten wir definitiv nicht erwartet. In Sardinien, wo wir als Nächstes hingehen soll es aber definitiv wärmer sein!

Eine Antwort

  1. Laura sagt:

    Hallo liebe Hubers,
    wir lesen gerade euren tollen Blog und Lilli kann gar nicht genug von den Videos kriegen:-) Sie redet sehr viel von Nele und Lio, obwohl unsere gemeinsamen Tage in der Camargue ja schon eine Weile her sind. Habt weiterhin viel Spaß und genießt die Zeit!
    Viele Grüße,
    Laura, Gunnar, Lilli & Tim

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