Nordsardinien

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Nordsardinien

Nach einer abenteuerlichen Fahrt auf Deck der Fähre kamen wir morgens früh um 7 Uhr in Porto Torres im Norden Sardiniens an. Wir hatten alle eher wenig geschlafen und weil es noch so früh war, hatten wir geplant, erstmal noch bis Castelsardo zu fahren (ca. 3/4h) und dort zu frühstücken. Das hat sich gelohnt, das Städtchen war sehr hübsch und wir fanden gleich ein Strassencafé, wo wir feine, süsse Croissants mit allen möglichen Füllungen zum Frühstück bekamen, dazu der erste italienische Cappucino, heisse Schokolade (wirklich Schokolade!!) und Orangensaft, mmmmmhhh…. Danach noch ein kleiner Spaziergang zur Burg hoch, einkaufen im Supermarkt und dann gings auf den ****Camping Baia Blu La Tortuga im kleinen Örtchen Vignola Mare.

Der Camping war riesig – die Strässchen trugen sogar Namen – und zu grossen Teilen leer. So hatten wir rasch einen relativ zentral liegenden Stellplatz an der „Via Hyperione“ gefunden, der uns gefiel. Und wir fühlten uns schnell sehr wohl hier: saubere, gut eingerichtete Sanitäranlagen, grosser Shop, nettes Restaurant, nigelnagelneuer Pool und last but not least: sehr schöner Strand mit grobem Sand, einzelnen Felsen und kristallklarem türkisblauen und ca. 26°C warmem Wasser! Andreas war richtig geflasht, das hatte er sich schon die ganze Zeit gewünscht! 🙂 Nach ein paar Tagen entdeckten wir auch, dass die kleine Felsbucht, die den Strand begrenzte, super war für die Kinder zum Baden, da es kaum Wellen hatte und der Strand flach abfiel und obendrauf konnte man dort auch noch wunderbar schnorcheln, sogar ein kleiner Oktopus hatte hier in einer Felsspalte sein Reich. Die Bucht war ideal, denn Wind und Wellen hatte es hier öfter und wir hatten es darum wieder einmal mit „Gleitschirmen“ zu tun, diesmal in einer etwas anderen Form – den Kitern. Daneben hatte es auch viele Windsurfer, die hier offenbar voll auf ihre Kosten kamen. 

Der Campingplatz gefiel uns wirklich gut und wir blieben hier mal etwas länger, einerseits geplant andererseits liessen wir noch ein paar Tage mit gewitterhaftem Wetter verstreichen, damit wir nicht nass einpacken und/oder aufstellen mussten. Wir genossen das Schnorcheln, klettern auf den Felsen, Baden im warmen Wasser und Nele und Lio entdeckten so richtig das Schwimmen und sich im Wasser treiben lassen. Meine Lieblingsdisziplin wäre hier „wandern und schnorcheln“ gewesen, was sich wunderbar verbinden liess bei den Temperaturen. Allgemein genossen wir hier vielleicht das erste Mal so richtig „Sommerferien am Meer“: warme Badetemperaturen, schöner Strand unabhängig von Ebbe und Flut, laue Abende und Nächte (nicht unter 18°C), so musste man auch morgens bestimmt kein Jäckchen anziehen. Und dies alles, obwohl sich der Herbst auch langsam bemerkbar machte, vorallem mit den kürzeren Tagen… Daneben lernten wir viele Familien mit kleinen Kindern kennen, jetzt auch mal viele Schweizer Familien, denn der Camping schien zu einem grossen Teil in Schweizer Hand. Und bei einem Restaurantbesuch freundete sich Nele sogleich mit der bald vierjährigen Zoe aus Gerzensee an, so dass wir sie und ihre Eltern, die beide auch zum Volk der Kiter gehören ;-), am nächsten Tag spontan zu einem Kitespot in der Nähe begleiteten. So lernten wir einiges über den Sport und die Kinder genossen das gemeinsame Spielen. Und abends haben wir ebenso spontan noch gemeinsam gekocht und gegessen, für uns alle ein sehr schöner und abwechslungsreicher Tag!

Bei „soviel Zeit“ dank längerem Aufenthalt und wenig Ausflügen, und fast schon Halbzeit unserer Reise begannen wir unsere weitere Reiseroute nochmals zu überdenken, studierten Klimatabellen und Wassertemperaturen, überlegten was wir noch sehen und machen wollten. Und so kam es dazu, dass wir unsere weitere Route anpassten… Wir entschieden uns nach langem hin und her dafür, den Balkan wegzulassen, da wir gerne noch etwas mehr Zeit für Süditalien/Sizilien haben möchten, das doch auch sehr viel zu bieten hat, und ausserdem besteht hier eher noch die Chance, dass wir auch im November noch baden können und vielleicht auch etwas weniger Niederschläge haben. Das einzige was uns noch etwas Sorgen macht, sind die Herbststürme, die hier immer wieder auftreten können… Wir werden sehen. 

So machen wir jetzt noch eine Station im Osten Sardiniens und fahren dann statt nach Sizilien mit der Fähre nach Neapel. Und von dort geht es dann Richtung Süditalien und zum Schluss nach Sizilien und von da mit der Fähre dann nach Genua und zurück nachhause. So jedenfalls der aktuelle Stand der Dinge…;-)

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