Napoli

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Napoli

Die Überfahrt auf der Fähre von Cagliari nach Napoli raubte uns viel Schlaf, am meisten wenn auch immer noch zu wenig hat wohl Nele geschlafen… Wir hatten nur einen zwar gut geschützten aber sehr hell erleuchteten Platz auf Deck der Fähre gefunden. Nele wollte lange nicht einschlafen und Lio erwachte nach einer guten Stunde Schlaf wieder und hatte dann bis morgens um 4 Uhr wohl das Gefühl es sei Tag und konnte nicht wieder einschlafen. Erst dann konnten wir alle noch etwas schlafen. Wir hatten diesmal noch etwas länger Zeit, die Fähre kam erst um 9.30h in Napoli an und so frühstückten wir noch im Self-Restaurant. 

Danach wollten wir noch ein bisschen was von Napoli sehen und das hat sich gelohnt. Wir fanden gleich einen überwachten Parkplatz noch im Hafengelände, wo wir unser Auto mit Anhänger stehen lassen konnten, sogar für Einparkservice war gesorgt: einer der Parkwächter winkte uns zu, wo wir das Auto hinstellen sollten, dann deutete er Andreas auszusteigen und erklärte, dass er das Gefährt parkieren werde, was er auch sogleich gekonnt machte. So spazierten wir dann frohen Mutes Richtung Altstadt von Napoli, die von hier gut zu Fuss erreichbar war.  

Und es war DAS Erlebnis schlechthin 🙂 „Schön“ kann man die Stadt ja nicht wirklich nennen, mal abgesehen vom Innenleben des Doms, der wirklich prächtig ausgeschmückt ist. Aber eindrücklich war sowohl der prächtige Dom wie auch die ganze Stadt an sich, das rege Treiben in den engen und teilweise dunklen Gassen, die kleinen Geschäfte auf engstem Raum, die alles mögliche anboten, die Wäsche die von den Balkonen hing, die offenen Verkabelungen zwischen den Häusern, die Vespas die durch die engen Gassen rasten, dass unsereins erschrocken zur Seite sprang… Mir hat es sehr gefallen, dieses süditalienische Treiben, das mich teilweise fast schon etwas an Marokko erinnerte, und dazu das Grosstadtflair trotz der kleinen engen Gassen. 

Zum MIttagessen sollte es selbstverständlich Pizza sein, hier sollte es ja die beste in ganz Italien geben. Wir fanden eine nette Pizzeria in einer kleinen, (scheinbar) ruhigen Nebengasse, die kurz vor zwölf dabei war, den Ofen einzuheizen. Wir setzten uns draussen an ein Tischchen, trotz mehrmaligem Hinweis, dass sie auch drinnen im ersten Stock Plätze hätten, wo es doch so „kalt“ sei. Wir fanden es aber ganz angenehm draussen :-), auch wenn wir auf die Kinder aufpassen mussten, da auch hier die Vespas, Apes, kleinen Fiats und Co. immer wieder an den Tischchen vorbeiflitzten. 

Der Pizzaofen hatte wegen der „Kälte“ etwas länger als die anfangs versprochenen 20 Minuten um warm zu werden, wir wurden aber mit süditalienischem Charme bedient und informiert, ausserdem kam auch gleich noch eine Holzlieferung für den Pizzaofen und so gab es immer was zu sehen und die Wartezeit schien dadurch nicht so lang. Und die Pizza schmeckte dann wirklich vorzüglich! Etwas überrascht waren wir, dass es auch hier „weisse Pizza“ gibt, also Pizza ohne Tomatensauce, wie wir es auch in Frankreich öfters hatten. Sie schmeckte aber wirklich gut und auch die Calzone mit Ricottafüllung, richtig deftig aber lecker! Und dann noch ein italienischer „Cafè“ und die Welt hätte nicht schöner sein können. 🙂 So gingen wir gestärkt zurück zum Auto um zum Campingplatz in Sorrento zu fahren. Der Parkplatz war natürlich nicht ganz billig (und das System wie sie wussten, wer wann gekommen war auch nicht ganz durchsichtig), aber es war es uns wert, denn mit dem Anhänger einen Parkplatz zu finden ist immer schwierig und in Napoli… Und ausserdem lernten wir ein paar Tage später, dass man für einen Parkplatz an der Amalfiküste in Positano noch viel mehr bezahlen würde (10 Euro die Stunde, ohne Anhänger wohlbemerkt) und dazu erst noch den Autoschlüssel abgeben… Wir liessens dann sein. Da waren die 18 Euro mit Anhänger in Napoli für knappe 4 Stunden noch ganz ok. Wir sind halt unterdessen auch etwas verwöhnt, weil wir in Frankreich und teilweise auch in Sardinien praktisch immer gratis parken konnten… 

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