Oma und Opa auf Besuch in Sorrento

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Oma und Opa auf Besuch in Sorrento

Nach dem Stadtbummel durch Napoli, wovon wir schon berichtet haben, machten wir uns also auf zum ****Camping Santa Fortunata in Sorrento. Es war nur eine gute Autostunde weg, aber eine abenteuerliche Autostunde… Mal wenig Autobahn, dafür umso mehr enge Küstenstrasse, durch die Dörfer mit viiiel Verkehr und den Vespas, die sich noch irgendwo dazwischen durchschlängelten… Jeder Kilometer brauchte entsprechend viel Zeit…

Auf dem Camping angekommen, wurden wir schon an der Reception in Empfang genommen, und zwar nicht nur vom Campingpersonal sondern von Oma und Opa, die uns diese Woche einen Besuch abstatteten. Sie hatten sich ein Mobilehome gemietet und wir bekamen einen Stellplatz nicht weit davon entfernt. Für den Kinderhütedienst während dem Aufstellen war somit auch schon gesorgt 🙂

Das Wetter war für diese Woche eher bescheiden angesagt, immer gewitterhaft mit Regen und Wind. Wir wollten aber diverse Ausflüge machen und der Strand – ein Felsenstrand – war für die Kinder nicht so geeignet, deshalb war das auch nicht so schlimm. Die Ausflüge die uns hier lohnenswert schienen waren: ins Städtchen in Sorrento, Amalfiküste, Pompeji und Capri. Daneben wollte ich gerne mal noch wandern und Andreas joggen gehen, also mehr als genug für eine Woche Aufenthalt. Alle Ausflüge hätte man auch vom Camping organisiert machen können, mit um die 50 Euro allerdings recht teuer (wir verstanden später dann auch warum…). Unser Wochenprogramm sah dann so aus: 

Dienstag: Ankunft (Oma und Opa waren schon am Montag abend gekommen)

Mittwoch: Sorrento mit Shuttle und Bus, Stadtbummel mit Picnic, Gelati essen, einkaufen

Donnerstag: geplant: Positano (Amalfiküste), realisiert: Positano durchgefahren, Essen auf der Passhöhe, Spaziergang und Gelati in Sant‘ Agata

Freitag: Abwechslungsreicher Wandertag auf halbwegs markierten Wanderwegen über die sorrentinische Halbinsel für mich mit anschliessendem Sprung ins Wasser in den „Bagni della Regina Giovanna“, einer faszinierenden Badebucht; Spielplatz und Massa Lubrense für den Rest

Samstag: Wandervormittag für Oma und Opa, Waschtag für mich, nachmittags joggen und „Bagni della Regina Giovanna“ für Andreas – der erste Tag, an dem es regnete…

Sonntag: Pompeji – am ersten Sonntag im Monat war der Eintritt gratis…

Montag: Abreise von Oma und Opa, Aufräumen, Wäsche verräumen, Abreise vorbereiten für uns, nachmittags Pool

Dienstag: Abreise für uns

Capri liessen wir aus, für das Geld hätten wir zu wenig davon gehabt. Ja die Ausflüge hier hatten es wirklich in sich… wir wunderten uns ja am Anfang über die saftigen Preise, bemerkten aber schnell, dass hier alles seinen Preis hatte – ausser Bus- und Zugfahren 🙂 So wollten wir ja eigentlich an die Amalfiküste, nach Positano und wollten dies auf eigene Faust mit dem Auto machen… Die Fahrt dahin war noch sehr schön, entlang der felsigen Klippen, als wir uns aber Positano näherten, standen wir bald im Stau und befürchteten schon, dass die Parkplatzsuche schwierig würde. Die Strasse führte dann eng und steil runter ins Städtchen, wo eine Reihe bewachter Parkings kam. Wir nahmen das erste und fragten nach dem Preis: 10 Euro die Stunde! Und den Autoschlüssel abgeben, da sie so eng parkierten, dass sie teilweise die Autos umparkieren müssen… Nach kurzem hin und her entschieden wir uns gegen diesen Wucher, ahnten aber bereits, dass wir wohl nichts anderes finden würden. Wir fuhren dann im Einbahnverkehr durchs Städtchen durch und auf der anderen Seite wieder hoch und zurück Richtung Sorrento, die Lust für mehr war uns vergangen. Jedenfalls verstanden wir jetzt, dass man für einen Bootausflug hierhin gut 50 Euro (pro Person) verlangen kann… Wir fanden dann unterwegs ein sympatisches Panoramarestaurant, wo wir zwar keine Pizza aber sonst gutes Essen bekamen und spazierten dann noch etwas in Sant’Agata, wo es auch gute Gelati gab 🙂 und viel ruhiger war als in Positano.

Da gelang der Ausflug nach Pompeji deutlich besser und war auch fast geschenkt 😉 Da wir auf dem Hinweg von Napoli ja bereits an Pompeji vorbeigefahren waren, wussten wir, was für eine Strecke uns erwartete und ich hatte gleich gesagt, da fahren wir am besten mit dem Zug hin. Das machten wir dann auch und die Fahrt mit Bus und Zug kostete uns ab dem Camping 6 Euro pro Person hin und zurück. Und dazu hatten wir noch das Glück, dass wir den Ausflug auf den ersten Sonntag im Monat legen konnten, wo der Eintritt zur Ausgrabungsstätte sogar frei ist. So wurde dies nicht nur ein günstiger sondern auch entspannter und gelungener Ausflug. Mit dem (Bummel-!)Zug war man deutlich schneller und es war viel entspannter, auch wenn der Zug recht voll war. Und die Ausgrabungsstätte in Pompeji ist wirklich eindrücklich!

Und das Wetter… Es war – wie fast immer – deutlich besser als gemeldet. Allerdings hatten wir die ersten Tage starken Wind. Am meisten hat es uns aber am Sonntag an der Nase herumgeführt: für Pompeji war laut unserer Wetterapp den ganzen Tag Regen angesagt, morgens fiel auch bei uns am Camping noch Regen. Wir überlegten uns schon, ob wir überhaupt fahren. Gingen dann aber entsprechend ausgerüstet los. Und es regnete den ganzen Tag keinen Tropfen mehr… Nun scheint sich das Wetter aber wieder etwas zu beruhigen für die nächsten Tage und wir freuen uns, hoffentlich in Süditalien noch etwas baden zu können! Denn hier am nordexponierten Felsenstrand, kam die Sonne zu der Jahreszeit kaum hin und auch am Pool am letzten Tag war es doch eher frisch, zumal die Badetemperatur im Pool kälter war als im Meer, das doch immerhin noch etwa 23°C hatte. 

Pompeji

Eine Antwort

  1. Anonymous sagt:

    Wir erlebten sehr schöne Tage in Sorrento mit euch zusammen. Nele und Lio machten uns viel Freude.
    Es war für uns der erste Aufenthalt auf einem Campingplatz und vielleicht auch nicht der Letzte!!!
    Euch wünschen wir weiterhin alles Gute für die weiteren Ziele und gutes, sonniges Wetter ohne viel
    Regen, Sturm und Kälte.
    Oma und Opa

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