Kalabrien: Corigliano Calabro

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Kalabrien: Corigliano Calabro

Nach dem schönen Apulien fuhren wir also weiter Richtung Sizilien, unser nächster Stopp war der ****Camping Thurium in Corigliano Calabro an der Ionischen Küste. Leider bot er nur noch wenig vom Viersternekomfort, jetzt in der Nebensaison waren weder das Restaurant noch der Laden oder der Pool geöffnet und sogar der Kinderspielplatz war eingewintert… Einzig Brot bekam man noch auf Bestellung und es gab ein funktionierendes Gratis W-Lan. Und Platz hatte es jede Menge… Wir wählten diesmal den Platz für unser Zelt aufgrund der „Wettertauglichkeit“ aus, denn es waren starke Regenfälle und Wind angesagt für die nächsten zwei Tage. So stellten wir unser Zelt mitten in dem weitläufigen Pinienwald auf eine kleine Anhöhe. Ausserdem entschieden wir uns, diesmal das ganze Vorzelt aufzubauen mit allen Wänden und Boden, was wir bisher noch nie gemacht hatten. Nele stellte dann freudig fest, dass wir jetzt auch ein „Mobilehome“ hätten! 🙂 Sowohl die Wahl des Platzes als auch das Aufstellen des Vorzeltes hat sich gelohnt. Es hat zwar statt der prognostizierten 2 Tage nur eine Nacht und einen halben Tag geregnet, aber es hat gereicht, dass sich vielerorts grosse Pfützen bildeten, (da es ab jetzt in Italien doch immer wieder zu Unwetter kommen kann, verfolgen wir nun die Wettervorhersagen deutlich genauer). Ausserdem war es im Vorzelt deutlich wärmer und wohnlicher bei Wind und Regen. Einzig der direkte Weg zum Sanitär wurde von unseren kuriosen Nachbarn schon am ersten Tag mit rotweissem Band abgesperrt… scheinbar führte er zu nahe an ihrem Wohnmobli vorbei… also liefen wir halt die 5m Umweg trotz zeitweiligen Gelüsten dem Band mit der Schere zuleibe zu rücken ;-P

Die Gegend rund um den Camping löste bei uns zwiespältige Gefühle aus. Einerseits freuten wir uns, wieder einmal ein bisschen Berge zu haben, genossen die Natur und das Bad in einer warmen Schwefelquelle (leider nur im Bach, da das Bad mit der Grotte schon im Winterschlaf war…), freuten uns an den Nutrias (?) im Bach direkt neben dem Camping, um die Kühe auf der Weide standen weisse Reiher, was fast schon afrikanisch anmutete, wir staunten über die Kraft der Wellen nach dem Regen und Sturm und taten uns an den angeschwemmten Orangen und Mandarinen gütlich (gleich neben dem Camping mündete ein Fluss ins Meer, der nach den Regenfällen mit Hochwasser durch die Plantagen floss). Andererseits schienen uns die Menschen hier verschlossener, nicht so fröhlich und am Strassenrand sah man nebst Müllablagerungen auch öfters Frauen, die auf Kundschaft warteten. Dies stimmte uns doch auch nachdenklich. 

Auch der Camping selbst hatte verschiedene Gesichter. Es war eine wunderschöne Anlage, hauptsächlich unter Pinien mit sehr schönem Sandstrand. Die zahlreichen Mobilehomes und Bungalows wie auch die Toilettenanlagen waren äusserlich top gepflegt mit sauberem grünen und gelben Anstrich. Leider waren die Sanitäranlagen alle ganz hinten auf dem Camping, sodass die Wege recht weit sind. Und die Duschen waren doch sehr in die Jahre gekommen und hatten diverse Ablagerungen angesetzt. Ausserdem hatte das Wasser hier überall einen starken Rostgeschmack… Trinkwasser gab es nur an der Rezeption und auch in diesem schwammen irgendwelche Schwemmteile. Nun, wir sind ja wegen dem öfter starken Chlorgeschmack schon länger dazu übergegangen zum Trinken Mineralwasser zu kaufen, das kostet hier fast nichts und ist wohl gesünder. Nach diesem ersten zwiespältigen Eindruck von Kalabrien sind wir nun gespannt auf unseren zweiten Stopp, der am Capo Vaticano sein wird.

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