Kalabrien: Capo Vaticano

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Kalabrien: Capo Vaticano

Nun, ich weiss gar nicht recht, was ich zu der Woche auf dem **Camping La Scogliera am Capo Vaticano schreiben soll… Es war eine eher schwierige Woche, eine Woche wo vielleicht zum ersten Mal Gedanken aufkamen abzubrechen und nachhause zu fahren. In erster Linie war wohl das Wetter schuld daran. In dieser Woche wurde Italien von schweren Unwettern heimgesucht, eins nach dem andern. Wir dankten Gott, dass wir wohl eine der besten Ecken in Italien gefunden hatten um diese Zeit zu überstehen. Wir hatten zwar auch viel Regen und noch mehr Wind, aber kritisch war es nie. Wie bereits erwähnt, verfolgen wir die Wetterprognosen im Moment sehr genau. Wir wussten daher, dass vorallem starker Wind mit Böen bis 65km/h angesagt war und bereits als wir ankamen blies uns der Wind um die Ohren.Es war unter diesen Umständen nicht ganz einfach das Vorzelt aufzubauen, obwohl wir einen Platz gewählt hatten, der noch etwas im Windschatten vom Haus lag und in dritter Reihe unter den Bäumen und nicht direkt vorne am Meer. So war der Wind schliesslich erträglich, wir kontrollierten aber (auch nachts) öfter, ob die Heringe noch steckten und ob auch sonst noch alles an seinem Platz war, denn solche Windböen hatten wir bisher noch nicht erlebt und das Zelt wurde zwischendurch schon etwas durchgeschüttelt. Immerhin waren die Temperaturen mit dem warmen Scirocco meist um die angenehme 20°C und wir konnten einmal sogar ein wenig baden. 

Die Nächte in dieser Woche waren nicht die Besten, nicht nur wegen dem Wetter, sondern auch weil unsere Kinder einen Schnupfen hatten und besonders Lio schläft dann meistens nur mit Unterbrüchen. Ausserdem hatten beide die Zeit eher vor- als zurückgestellt, sodass sie öfter schon zwischen sechs und halb sieben wach waren…

Nebst diesen Widrigkeiten machten wir auf dem Camping aber auch sehr nette Bekanntschaften mit den wenigen Campern, die noch da waren: So unternahmen wir gleich am ersten Tag eine kleine Wanderung mit einer Familie aus Südtirol, die leider nur eine Nacht blieb, fanden in einem deutschen Rentnerpaar „Ersatz-Grosseltern“ für die Kinder und zuletzt kam noch eine kleine deutsche Familie in Elternzeit. Ja, ohne die „Elternzeitler“ hätten wir unterwegs übrigens wohl viel weniger Familienbekanntschaften gehabt… 

So verbrachten wir die Woche damit, die Regen- und Windtage über die Runden zu bringen, fuhren einmal nach Tropea, wo doch wenigstens noch ein bisschen was los war, und einmal „in die Berge“ zu einer Kapelle auf dem Monte Poro (700m.ü.M.). Und nach einer Woche nutzten wir den Schönwettertag um nach Sizilien zu fahren, obwohl am nächsten Tag dort noch Gewitter angesagt waren, mehr als am Capo Vaticano…

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