Ätna: Rifugio Sapienza

Created with Sketch.

Ätna: Rifugio Sapienza

Nun wollten wir also wieder einmal ein bisschen Bergfeeling haben und das auf einem Vulkan! Wir hatten dazu das Rifugio Sapienza ausgewählt, das auf gut 1900m.ü.M. an der Talstation der Gondelbahn lag, die im Süden des Ätna bis auf 2500m hoch ging. Für einmal also nicht im Zelt, sondern in einer „Berghütte“ des italienischen SAC übernachten. Bei dem Rifugio handelte es sich allerdings um ein voll ausgebautes Hotel mit allem Komfort mitten im touristischen Brimborium mit zahlreichen Souvenirläden, Tourenanbietern und Imbissbuden an der Talstation der Gondelbahn. Zu der Jahreszeit war aber nicht mehr soviel los, so dass das ganze Treiben erträglich war, wenn auch architektonisch nicht gerade schön anzusehen…

Wir hatten für zwei Nächte ein Doppelzimmer reserviert, es erwartete uns grosszügigerweise ein Dreibettzimmer mit Badewanne. 🙂 Wir genossen diesen Komfort sehr und auch die Kinder fanden es ganz lustig, unser „Wohnzimmer“ wie Nele es immer nannte („gehen wir jetzt ins Wohnzimmer?“). Als wir ankamen fanden wir uns leider noch im Nebel, doch zwischendurch konnte man schon einen Blick hoch zum Ätna erhaschen und bei Sonnenuntergang dann auch etwas runter zum Meer. Etwas konsterniert waren wir allerdings, als wir feststellten, dass wir vor 19.30h nichts zum Abendessen bekamen. Das war spät für die Kinder, wir haben uns immer noch nicht dem süditalienischen Tagesablauf angepasst… Mit einem Spaziergang zu den „Cratri Silvestri“ am Rande des „Dorfes“ und mit der Badewanne brachten wir aber die Zeit halbwegs gut über die Runden. Das Essen im Restaurant war dafür reichlich und schmeckte vorzüglich und die Bedienung war wie überall hier in Italien sehr angetan von unseren Kindern. 🙂 Auch das Frühstücksbuffet am nächsten Morgen war für italienische Verhältnisse sehr reichhaltig. 

So machten wir uns gestärkt und vorfreudig und für einmal warm eingepackt auf zu den Gipfeln des Ätna. Der Nebel hatte sich verzogen und das Wetter war traumhaft! Mit der Gondel ging es hoch auf 2500m und von da mit Offroad-Bussen weiter bis auf ca. 2900m zum „Torre del Filosofo“. Hier gab es eine kleine geführte Wanderung rund um einen erloschenen Krater mit fantastischer Aussicht auf halb Sizilien und zu den Hauptkratern auf ca. 3300m, die dezent rauchten. Auch der Boden dieses erloschenen Kraters war teilweise so warm, dass es leicht dampfte, wenn man ein kleines Loch grub, was Nele besonders faszinierte. Zurück an der Bergstation der Gondelbahn genossen wir noch ein Picnic in der faszinierenden Felslandschaft aus erstarrter Lava. Danach ging es wieder runter zur ausgiebigen Siesta im Hotel, sodass die Zeit bis zum Abendessen diesmal nicht ganz so lang war…

Für uns alle war der Ausflug auf den Ätna wohl das grösste Highlight unserer Reise, das Wetter, die Landschaft, der Berg, die Fahrt mit Gondel und Offroadbus, die Übernachtung im Hotel… einfach genial! Es hat sich gelohnt, hier für einmal etwas mehr Geld auszugeben. Für das was geboten wurde, waren die Preise auch durchaus moderat bis angemessen und wir haben die zwei Hotelnächte sehr genossen. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Follow

Get the latest posts delivered to your mailbox: